Hellweg-Weser Streckeninfo
Vom funkelnden Juwel Westfalens über den historischen Hellweg auf alten Handelswegen
Hellweg - Auf historischen Handels-Spuren mit Wellness, Wasser, Weite und sanften Hügeln
Ausgangspunkt der Hellweg-Weser-BahnRadTour ist Soest, die alte Hansestadt am Hellweg: In der von baumbestandenen Wällen idyllisch umgebenen geschlossenen erhaltenen mittelalterliche Stadt nimmt die dritte BahnRadRoute Deutschlands ihren Anfang - ein fulminanter Beginn im funkelnden Juwel Westfalens.
Prächtig sind Soests herrliche Altstadtkirchen: Maria zur Wiese, einem mächtigen gotischen Doppelturmbau aus Grünsandstein, die wuchtige Stiftskirche St Patrokli am Markt und die pittoreske St Thomä-Kirche mit dem romantisch-schiefen Turmdach. Nicht versäumen sollte man die historischen Soester Wirtshäuser: Das "Pilgrim-Haus" von 1304 gilt als die älteste Gaststätte Westfalens. Ob im "Wilden Mann" oder in der "Zwiebel" - man kann und sollte sich vom historischen Ambiente und Soester Gastlichkeit verwöhnen lassen. Soest erleben heißt, das schöne Fleckchen Erde Stück für Stück zu genießen. Selbstredend darf weder ein leckerer Eisbecher - natürlich open air - auf dem idyllischen Marktplatz noch ein Gang über die alten Wallanlagen der alten Hanse-Metropole fehlen!
Durchs Thomä-Tor verlässt man die Stadt in Richtung Osten und erreicht nach kurzer Zeit auf dem alten Hellweg Bad Sassendorf. Wer Wellness will ist hier am rechten Ort: Mit Sole und Moor kommen Körper und Seele schnell wieder ins rechte Lot. Die vorbildlich restaurierten Fachwerkhäuser, das zum Verweilen einladende Kurzentrum und die ruhige Atmosphäre lohnen immer einen Besuch.
Wer die ausgedehnte sanfthügelige Parklandschaft des Hellwegs richtig genießen will, sollte sich auf den nächsten Routenabschnitt etwas Zeit lassen: Weit schweift der Blick nach Norden in die naturnahe Flusslandschaft der Lippe, nach Süden hin bietet die Mittelgebirgslandschaft des nördlichen Sauerlands eine eindrucksvolle Kulisse. Kleine schnuckelige Örtchen wie das zu Erwitte gehörende Schmerlecke machen in eindrucksvoller Weise deutlich, wie schön die historisch erhaltenen und sorgsam gepflegten Hellweg-Dörfer sind. Etwas ganz Besonderes ist die direkt am Hellweg und an der BahnRadRoute gelegene alte Schmerlecker Windmühle. Sie lädt nicht nur zu rustikaler Gastlichkeit ein, sie präsentiert dem geneigten Radwanderer auch ein selbstgebrautes süffiges Bier.
Solchermaßen gestärkt geht die Hellweg-Weser BahnRad-Tour weiter in Richtung Osten ins Zentrum von Erwitte, dessen Altstadt rund um den Marktplatz und dessen unweit davon gelegenes berühmtes Schloss die RadlerInnen-Herzen höher schlagen lassen. Wer noch kein Quartier hat, kann hier fürstlich residieren, der Schlosshotelier hat ein echtes Radler-Herz!
Erwittes nächstes Highlight ist Bad Westernkotten. Man radelt auf der Hellweg-Weser-Route direkt durchs verkehrsberuhigte Ortszentrum, das durch eine Vielzahl von lichten Gärten, grünen Parks und schmucken Häusern wohltuend auf die stressgeplagte Alltags-Seele wirkt. Die Hellweg-Sole-Therme, der große Kurpark und das Naherholungsgebiet Muckenbruch tun ein Übriges, um die BahnRadlerInnen zum Verweilen einzuladen.
Von Bad Westernkotten ist's nur noch ein Katzensprung bis nach Lippstadt. Durch kleine, verschwiegene, enge Gassen schleicht man sich mit dem Velo über "II. und I. Pfad" und "Dunkle und Helle Halle" in die alt-ehrwürdige Innenstadt, die mit dem historischen Rathaus, der mächtigen Marienkirche, dem repräsentativen Stadtpalais und den prächtigen Bürgerhäusern ein eindrucksvolles Ensemble bildet. Kleine, zahlreiche Wasserläufe und natürlich die romantisch-grünen Gestade der Lippe begeistert die geneigten BahnRadlerInnen und verleihen Lippstadts sehenswerter, pulsierender Innenstadt ein kleinteiliges und pittoreskes Flair.
Weiter nördlich liegt Lippstadts Kurbad Waldliesborn, das seinem Namen alle Ehre macht: Das Bad liegt inmitten einer malerischen Wald- und Parklandschaft, auch hier hat man, ähnlich wie in Bad Westernkotten, den Durchgangsverkehr aus dem Ort verbannt und dadurch ein kleines Idyll und eine Oase der Ruhe geschaffen. Wer Bad Waldliesborn nach Norden hin verlässt, nähert sich unaufhaltsam dem Altkreis Wiedenbrück im Gütersloher Land, dem nächsten Höhepunkt auf der BahnRadRoute Hellweg-Weser.
... durch das Fahrrad-Paradies Gütersloher Land an die Sonnenseite des Teutoburger Waldes ...
Gütersloher Land - malerische Parklandschaft mit Schlössern, Burgmannshöfen und historischen Städten
Man fährt durch die "Tore" von Langenberg, dem Südzipfel des Gütersloher Landes und ist fasziniert: Das Radeln klappt fast wie von selbst - man kommt mitten hinein ins Radler-Paradies: Herrlich flach - so fern das Auge reicht - und faszinierend schön - »erfährt« man die weite Höfe-Landschaft mit feinen "Rad-Pättkes": Radfahren wie im Traum. Bescheiden und kleinteilig präsentieren sich Langenbergs Ortsteil Benteler und das eigentliche Dorf dem geneigten Radtouristen: Aber beide halten einige Überraschungen parat: Bentelers St.-Antonius-Kirche und seine urigen Gasthäuser sollte man keineswegs versäumen.
In Langensbergs kleinem aber feinen Dorfzentrum macht man auf jeden Fall Station: Ein pittoreskes Ensemble rund um den Kirchplatz mit dem imposanten St.-Lambertus-Dom und dem urigen Café zur Linde lohnen jeden genussvollen BahnRadRouten-Stopp! Außerdem sollte ein kleiner Abstecher zum altehrwürdigen Gut Geissel - ein schönes Beispiel altbäuerlicher Hofkultur - auf jeden Fall eingeplant werden. Herrlich zischt das edle Hohenfelder Bier in der durstigen Kehle - ganz egal, ob man spritzig-herbes Pils, natur-trübes Kellerbier oder süffig-dunkles Lappmanns goutiert.
Wer Lust und Laune und eine stattliche Gruppe von Interessenten zusammen hat, besucht und besichtigt die direkt an der BahnRadRoute gelegene Privat-Brauerei - ein ostwestfälisches Erlebnis der besonderen Art für feine Gaumen und Sinne, die erfrischt werden wollen!
Von Langenberg aus ist's unumgänglich in Rietberg vorbei zu schauen - jeder sollte mindestens einmal im Leben in der alten Stadt der schönen Giebel gewesen sein. Das historische Zentrum empfängt die Besucher mit mittelalterlichem Ambiente. Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und eine urige, gemütliche Gastronomie verleihen der malerischen Stadt an der Ems seinen besonderen Charme. Besonders das alte Rathaus strahlt die repräsentative Atmosphäre längst vergangener Zeiten aus: Rietberg durfte sich einmal Grafschaftsresidenz und Landeshauptstadt nennen - viel vom historischen Flair der ruhmvollen Geschichte hat sich dieses herrliche Kleinod im Altkreis Wiedenbrück bewahrt!
Weiter geht's mit Spaß in der Pedale an der Ems in Richtung Nordwesten, Rheda-Wiedenbrück erwartet den Hellweg-Weser-Fan. Wer das Gütersloher Land in klein erleben will, sollte sich kreuz und quer durch diese wunderbare Stadt an den idyllischen Gestaden der grünen Ems treiben lassen - es ist, fest versprochen, ein einmaliges Erlebnis. Kleine und imposante, herrliche Schlösser säumen den traumhaft schönen Hellweg-Weser-Velo-Weg, ganz gleichgültig, ob man Kleinode wie Haus Aussel und Haus Bosfeld in Augenschein nimmt, die romantischen Herrenhäuser Mertenshof und Schledebrück auf sich wirken lässt oder die feinen Stadtresidenzen in Wiedenbrück und Rheda besucht.
Auch der grüne Auenweg entlang der jungen Ems lässt das RadlerInnen-Herz höher schlagen: Die urige Flora Westfalica, ein gelungener Natur-Erlebnis-Park zwischen Wiedenbrück und Rheda, ist ein Freizeit-Highlight für die ganze Familie. Die historischen Ortszentren rund um den Markt in Wiedenbrück und den Doktorplatz in Rheda mit ihren vielen feinen Fachwerkhäusern und einer gepflegten Gastronomie lassen einen so leicht nicht los - hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein: Genießen à la Goethe im Gütersloher Land!
Nach Herzebrock-Clarholz führt die nächste Hellweg-Weser-Etappe direkt in den sonnigen Südwesten Ostwestfalens. Zwei Klostergründungen - das alt-ehrwürdige Kanonissenstift in Herzebrock und das romantische Prämonstratenserkloster in Clarholz - sind der Ursprung der Gemeinde. Beide Anlagen wurden liebevoll restauriert und strahlen noch heute den Glanz längst vergangener Zeiten aus. Lohnenswert ist außerdem ein Abstecher zum repräsentativen Schloss Möhler im Süden des Gemeindegebietes.
Auf lauschigen Radler-Wegen gelangt man - Pedal-Tritt für Pedal-Tritt - nach Gütersloh und lernt die prosperierende Medienstadt von ihrer schönsten Seite kennen: Stadtpark, Botanischer Garten und Apothekergarten bieten ein erlebnisreiches und faszinierendes Naturereignis direkt am Entree zur City. Hier wechselt der BahnRadweg ans hecken- und baumgesäumte Ufer des lebendigen Flüsschens Dalke, an dem sich durch die ganze Stadt idyllisch, ruhig und ungestört kilometerweit traumhaft radeln lässt - ein Bike-Erlebnis der Superlative! Die junge und dynamische Stadt hat einen alten Dorf-Kern. Der romantische alte Kirchplatz rund um die Apostelkirche gehört mit seinem pittoresken Fachwerk-Ensemble zu den schönsten seiner Art in Westfalen und liegt selbstverständlich mitten auf dem Kurs der BahnRadRoute Hellweg-Weser.
Feine Ausflugsziele mit rustikaler Gastronomie und idyllischen Dörfer liegen vor den Toren der Stadt direkt an der Route, hier ist insbesondere das Kleinod Isselhorst zu nennen, das noch über eine intakte Ortsstruktur verfügt. Urig ist der historische Gasthof zur Linde mit einem urtümlichen Schankraum und besten westfälischen Spezialitäten. Direkt gegenüber liegt die - im 19. Jahrhundert neu errichtete Isselhorster Kirche mit einem romantischen Mantel aus alten Bäumen. »Große Eisenbahn ganz klein« heißt das Motto der Dampfkleinbahn Mühlenstroth, die am Wochenende ihre Pforten öffnet und Nostalgie-Fans im historischen Dampfzug am alten Postdamm spazieren fährt – auch das ist ein feines Isselhorster Schmankerl!
Doch bevor die geneigten BahnRadlerInnen in Isselhorst Station machen, erreicht man über den lauschigen Lutterauenweg, der idyllisch in die herrliche Parklandschaft des Gütersloher Landes eingebettet ist, das zu Harsewinkel gehörende Marienfeld, dessen ehemaliges prächtiges Kloster heute ein gastliches Hotel beherbergt. Die 1222 geweihte Kirche der früheren Zisterzienserabtei ist ein herausragendes Denkmal spätromanischer Baukunst in Westfalen. Im urigen Glascafé inmitten der historischen Klostermauern können Hellweg-Weser-RadlerInnen hervorragend Leib und Seele erfrischen und Energie für den nächsten Routenabschnitt tanken.
Der führt auf direktem Wege ins Gemeindegebiet von Steinhagen zum berühmten Dorf Brockhagen, das vor allem durch sein alljährlich mit großem Erfolg und vielen tausend Menschen inszeniertes Techno-Festival "Futur-Parade" deutschlandweit bekannt wurde. Doch nicht nur Raver finden Gefallen an seiner Atmosphäre. Das romantische Ortsensemble rund um die sehenswerte trutzige St.-Georgs-Kirche mit der heute als Heimathaus genutzten, ehemaligen, sorgsam restaurierten, alten Dorfschule begeistert alle BesucherInnen dieses denkwürdigen Orts. Sehr lohnend ist es, dem Ententurm einen Besuch abzustatten, der zwar keinen Zoo mit vielerlei Federvieh zur Schau stellt, sondern sich als ein schmuckes Hotel-Restaurant entpuppt, das neben feinen Speisen, bequemen Zimmern und einer großzügigen Außengastronomie eine Vielzahl von tollen Enten-Kunstwerken in jeglicher Form und Farbe zu bieten hat.
Nach einer Fahrt mitten durch die herrlichen Weiten des zu jeder Jahreszeit sehenswerten Ströhns, dessen grünes Wiesen-, Hecken- und Alleenland nicht nur Natur-Fans begeistert, verlassen wir Steinhagener Gebiet und klopfen an den Toren der alten Leineweberstadt Bielefeld an. Eines steht sicher fest - das Gütersloher Land ist ein Velo-Paradies par excellence; hier sind - nicht nur Hellweg-Weser-Fans - KönigInnen!
... durch die kleine aber feine Altstadt & herrliche
Parks sowie rund um den Obersee in Bielefeld ...
Lebenswertes Bielefeld: Radeln im historischen Flair der alten Leineweberstadt am Teutoburger Wald
Bielefeld begegnet den Hellweg-Weser-Fans zunächst mit viel Land und wenig Leuten: Die zur Leineweberstadt gehörende Bauernschaft Holtkamp erinnert eher ans Gütersloher Land als an die Großstadt am Teutoburger Wald. Natur und Kultur gehen hier in hervorragender Weise zusammen, fein lässt sich's radeln über verschwiegene Wege mit prächtigen Höfen und entlang verträumter Feldalleen.
Hat man Isselhorst, die nächste, zu Gütersloh gehörende Station hinter sich gelassen, fällt der Blick weit über Niederummeln auf den jetzt schon nahen Teutoburger Wald in Osten. Vorbei am sehenswerten Bockschatzhof in Brackwede und der liebevoll restaurierten Niemöllers Mühle in Quelle ist der Südsaum - die Sonnenseite des Teutoburger Waldes - schnell erreicht. Hier gilt: Keine Angst vor hohen Bergen - der "Bielefelder Pass" durch Gadderbaum vorbei an der trutzigen Sparrenburg, dem Wahrzeichen der Stadt, ist eher flach und auf einem gesonderten Radweg gut zu befahren.
Blitzschnell ist man in der historischen Altstadt, dem Herzen Bielefelds. Hier sollten die Pedale für einen Augenblick, einige Stunden oder auch einen ganzen Tag lang ruhen, die alte Leineweberstadt hat eine Menge für ihre geneigte BesucherInnen zu bieten. Das Schatzkästlein "Alter Markt" mit dem Crüwell-Haus und dem ehemaligen Rathaus (heute Theater am Alten Markt), das historische Ensemble am Klosterplatz mit der St.-Jodukus-Kirche und dem Adelshof sowie die Neustädter Marienkirche mit dem Spiegelshof warten darauf entdeckt zu werden. Von den vier großen Rondellen und dem mächtigen Turm der legendären Sparrenburg hat man einen herrlichen Ausblick über die ganze Stadt.
Das berühmte Bauernhausmuseum mit der alten Bockwindmühle, der ehrwürdige Botanische Garten und der idyllisch im Teutoburger Wald gelegene gepflegte Heimattierpark Olderdissen sind innerstädtische Ausflugsziele ersten Rangs. Unweit der Altsstadt lädt die Flaniermeile »Niederwall« mit feinen Restaurants, Cafés, dem alten Rathaus und dem Jugendstil-Stadttheater zum genießerischen Verweilen ein.
Einen halben Kilometer weiter erwartetet die Hellweg-Weser-Fans alte Bielefelder Industriegeschichte mit sehenswerten Fabrikschlössern und neuen, interessanten Nutzungen: Das Dürkopp-Viertel ("Leben und Arbeiten unter einem Dach") und die Tudor-Stil errichtete Ravensberger Spinnerei (mit Volkshochschule, Szene-Kneipe, diverse Museen). Es lohnt sich, die freundliche Stadt am Teutoburger Wald Stück für Stück zu entdecken.
Eine gute Meile weiter stellt sich das nächste Highlight den BahnRadlerInnen vor: die weiten Wasser des Obersees mit dem mächtigen Schildescher Eisenbahnviadukt und der naturnahen Johannisbachaue. Wer um den See eine Zusatzrunde einlegt, sollte keinesfalls versäumen, dem Seekrug, einem weitläufigen Biergarten mit Blick auf See und Viadukt rund um ein feines Restaurant in einem urigen alten Fachwerkhaus, einen ausgiebigen Besuch abzustatten. Schwer fällt es, von Bielefeld Abschied zu nehmen: Über Brake, Milse und Altenhagen führt der Weg der BahnRadRoute Hellweg-Weser weiter ins sanft-hügelige, sehenswerte Lipperland.
... über heimelige Flussauenpfade und traditionsreiche
Städte im liebenswerten Lipperland ....
Romantisches Lipperland - ein besonderes Highlight im sonnigen Süden der Region Teutoburger Wald
Leopoldshöhe im Lipperland empfängt die BahnRadlerInnen hoch herrschaftlich an seinen Pforten: Das malerische Schloss Hovedissen und der alte Herrensitz Blitzenburg begeistern die Hellweg-Weser-Fans gleich zu Beginn dieses Routenabschnitts. Im Ortszentrum angekommen bildet die Leopoldshöher Kirche, die im Jahre 1848 im Beisein des lippischen Fürsten Leopold errichtet wurde und durch die das Dorf seinen Namen erhielt, einen markanten Blickfang. Ein unbedingtes Muss ist auch der Besuch des alten Gasthofs "Zur Post", dessen rustikaler Schankraum durch urtümliche Wandmalereien beeindruckt. Wer sich einen Überblick über das Leben der Vorfahren im Raum Leopoldshöhe verschaffen möchte, sollte unbedingt den Heimathof besuchen; neben dem Museum befinden sich außerdem ein funktionstüchtiges historisches Backhaus.
Das Gebiet der Stadt Lage, die nächste Station auf der Hellweg-Weser-Tour, hält die nächsten Schmankerl für die BahnRadFans bereit: Die prächtige Schlossanlage von Iggenhausen und das hochinteressante Ziegelei-Museum mit einem weitläufigen Außenbereich, das auf einem alten Firmengelände entstanden ist, sollte man sich eingehend zu Gemüte führen.
Am benachbarten "Großen Holz" erreicht man die Außenbezirke von Bad Salzuflen. Wer einen Ausflug in die sehenswerte historische Altstadt unternehmen möchte, kann diesen ohne Mühe und problemlos auf der BahnRadRoute Weser-Lippe (blaue Routenschilder) unternehmen, anschließend mit den Zügen der "Ostwestfalenbahn" und des "Cheruskers" bis zum Bahnhof Sylbach zurückfahren und auf der Hellweg-Weser-Route weiter radeln - Bahn und Rad sind auch hier ideale Partner! Gleich hinter der Bauernschaft Hölsen treffen wir zum ersten Mal auf den landschaftlich reizvollen Bachlauf der Bega, deren feld-, wald- und wiesengesäumte Ufer die Hellweg-Weser-TouristInnen bis nach Barntrup im lippischen Osten begleitet.
Nach einigen Kilometern kommt man in das zu Lemgo gehörende Dorf Lieme, das durch teilweise gut erhaltene, prächtige Gutsanlagen überrascht. Weiter östlich liegt das Zentrum der alten Hansestadt, ein absoluter Höhepunkt der gesamten BahnRadRoute. Das vorgelagerte Industriegebiet wird durch einen Nordschlenker geschickt umfahren, bis man über den alten Kirchpfad und den Salvatorwall die Altstadt erreicht.
Lemgo braucht Zeit - es wäre schade, durch eine der schönsten Städte Deutschlands einfach "nur so durchzufahren". Die über 800 Jahre alte Renaissancestadt ist umgeben von einer besonders reizvollen, vielfältigen Wald- und Hügellandschaft mit wunderbaren Ausflugszielen. Besonders sehenswert sind das prachtvolle Rathaus am historischen Marktplatz. Das Bistro gegenüber bietet einen ausgezeichneten Ausblick auf dieses Meisterwerk der Weserrenaissance. Rasten, ruhen, schauen und genießen - Lemgo hat ein Flair, das begeistert. Ein Rundgang durch die Altstadtstraßen ist ebenfalls sehr empfehlenswert: Das fast geschlossen erhaltene alte Stadtbild mit seinen schmucken Fachwerkhäusern, vor allem das Hexenbürgermeisterhaus, ist ein genussreiches Erlebnis.
Außerdem sollte man das etwas außerhalb gelegene Junkerhaus wegen seiner besonders gelungenen, pittoresken Architektur unbedingt in Augenschein nehmen. Östlich der Altstadt liegt ein weiteres Lemgoer Hightlight, das prächtige Wasserschloss Brake mit dem hochinteressanten Weserrenaissancemuseum und der benachbarten alten Schlossmühle, die ein romantisches Restaurant beherbergt. Wer Lemgo intensiv erleben möchte, dem sei eine Übernachtung in diesem herrlichen Flecken Erde dringend empfohlen!
Weiter geht's, teilweise direkt entlang der Begatalbahn, durch die naturnahe Tallandschaft des Begabachs bis zum Gebiet der Gemeinde Dörentrup. Hier erwartet die Hellweg-Weser BahnRadlerInnen das geschlossen erhaltene, wunderschön in ländlicher Umgebung zwischen den Hügelausläufern des Teutoburger Waldes und Weserberglandes gelegene Schloss Wendlinghausen. Die gesamte Anlage umfasst die historischen Gebäude mit der Gräfte, einen alten großen Waldpark mit vielen botanischen Seltenheiten, einen biologisch-dynamisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betrieb mit seinen Hof- und Stallanlagen sowie einen kleinen, aber feinen Hofladen.
Weiter östlich eröffnet sich dem geneigten Radtouristen neben der bildschönen Tallandschaft des Bega-Bachs das beeindruckende Landschaftspanorama des lippischen Berglandes durch einen faszinierenden "Balkon-Blick". In Dörentrup-Bega zweigt eine Stichroute nach Barntrup ab, ein Abstecher, der sich lohnt: Die reizvolle Lage der Altstadt auf einem Hügel oberhalb des Bega-Bachs mit ausgedehnten Wäldern und weiten Auen machen Barntrup zu einem bevorzugten Erholungsgebiet. Besucher bewundern immer wieder das trutzige Renaissanceschloss im Westen, die Kirche und das Rathaus im Stadtkern und dazu die alten Fachwerkhäuser, die an längst vergangene Zeiten erinnern.
Doch zurück nach Dörentrup-Bega: Vorsichtig nähert sich die BahnRadRoute-FahrerInnen in einem großen Bogen von Westen her Blomberg - sorgsam wird der direkte, aber anstrengende »Kletterpfad« über »Hurn« und »Beckerberg« umfahren. Blomberg, vielfach auch »de Bleome« - die Blume - unter den lippischen Städten genannt, hat sich bis heute ein liebenswertes und unverwechselbares Stadtbild bewahrt. Der ausgezeichnet erhaltene historische Stadtkern der ehemaligen Residenz lippischer Landesherren wurde mehr als zehn Jahre lang behutsam saniert und präsentiert sich heute mit über 250 restaurierten Fachwerkhäusern als eindrucksvolles Geschichtszeugnis.
Kein Zweifel - in Blomberg ist ein Rad-Stop ein unbedingtes Muss! Nach einem ausgedehnten Stadtrundgang geht's mit dem Rad bergab in die Flussaue der Emmer - eine der schönsten Tallandschaften des Weserberglandes - über eine - fantastisch durch Wald und Feld geführte - ehemalige Bahnstrecke, den »Blomberger Pengel«, bis nach Schieder-Schwalenberg.
Im Ortsteil Schieder führt die Route vorbei am repräsentativen Schloss bis an die waldreichen Gestaden des azurblauen SchiederSees, der mit einigem Recht auch »Lippisches Meer« genannt wird. Hier im familienfreundlichen Freizeitzentrum ist Erholung pur angesagt - vom Wassersport bis zum einfachem Baden ist alles möglich. Wer Zeit mitbringt, sollte auf keinen Fall einen Ausflug nach Schwalenberg versäumen: Die Maler- und Trachtenstadt Schwalenberg lohnt immer einen Besuch: der historische Stadtkern - eine geschlossene Fachwerklandschaft - klebt wie ein Schwalbennest am Burgberg - ein Schmankerl der Extraklasse!
Auf dem Weg ins benachbarte Lügde führt der BahnRadWeg in idyllischer Weise erst am Nordufer des Schieder See's und im weiteren Verlauf durch Feld, Wald und Wiesen an der »Weserbergland-Bahn« entlang. Vor den Toren Lügdes - einem städtebauliches Kleinod der besonderen Art - liegt - direkt an der Strecke - das urige Ausflugslokal »Zur Ponderosa«: Nichts wie hin, den Drahtesel anbinden und auf der Terrasse den weiten Blick ins Tal genießen! In rasanter Fahrt erreicht man das mittelalterliche Zentrum mit den - in seltener Geschlossenheit das Altstadtbild prägenden - Fachwerkhäuser.
Der lang-ovale Stadtgrundriss und die überwiegend kleinstrukturierten Grundstücken sind bis heute erhalten; die Grenze des historischen Stadtkerns ist durch die vorhandene etwa 1.500 m lange Stadtmauer mit zwei Wehrtürmen und Wehrgraben deutlich ablesbar. Der Weg der BahnRadRoute Hellweg-Weser verlässt Lügde nordwärts in Richtung Bad Pyrmont. Damit ist das Hameln-Pyrmonter Land und der letzte Tourenabschnitt erreicht.
... zur strahlenden Perle des Weserberglandes
am Sagen umwobenen Ufer der blauen Weser ...
Märchenhaftes Hameln-Pyrmonter Land: Das Radel-Erlebnis für alle Sinne an Emmer und Weser
Im Landkreis Hameln-Pyrmonter Land setzt die BahnRadRoute Hellweg-Weser zum großen Schlussakkord an: Bad Pyrmont mit der weltberühmten Quelle "Hylliger Born" ist ein wahrer Jungbrunnen für Körper, Geist und Seele! Das niedersächsische Staatsbad, mitten im Weserbergland gelegen, gehört zu den bekanntesten deutschen Kurorten.
Besonders sehenswert sind der historische Kurpark mit der nördlichsten Palmenfreianlage Europas, das Renaissanceschloss mit Museum, welches Fürst Anton Ulrich zu Waldeck-Pyrmont vom Baumeister Korb im Stil des barocken Klassizismus erbauen ließ und die historische Hauptallee. Durch seine Mineralquellen, erstklassigen Therapieeinrichtungen und attraktiven Wellnessangeboten hat sich Bad Pyrmont zu einem modernen Badeort entwickelt. Attraktive Veranstaltungen und vielfältige Freizeitmöglichkeiten sorgen für einen erlebnisreichen Aufenthalt.
Weiter entlang des Emmerflusses erreichen die Hellweg-Weser-Fans alsbald die Gemeinde Emmerthal, deren weites Gebiet mit herrlichen Auen- und Bergwäldern ein idyllisches Natur- und deren Weserrenaissance-Juwel »Schloss Hämelschenburg« im gleichnamigen Ortsteil ein erhabenes Kulturerlebnis darstellt. In Kirchohsen wird das sagenhafte Wesertal erreicht, dessen Schönheit in der Berg- und Tallandschaft des Weserberglands für sich spricht. Die BahnRadRoute Hellweg-Weser liegt nun bis zu ihrem Ziel auf der Trasse des Weser-Radwegs. Die wuchtige und wehrhafte Anlage der Domäne Ohsen bildet den markanten nördlichen Schlusspunkt von Emmerthal.
Nun ist's nicht mehr weit bis zur alten Rattenfängerstadt Hameln. Vorgelagert sind die Windmühle Tündern, ein schmuckes Kleinod vor den Toren der Stadt und die berühmte Tündernsche Warte, deren herrliches Ausfluglokal mit einer gepflegten Küche und einer romantischen Außengastronomie einen tollen Vorgeschmack auf die Hamelner Altstadt gibt. Diese wird - nach ausgiebiger Tündernscher Stärkung - nach wenigen Pedaltritten erreicht.
Die strahlende Perle an der Weser glänzt mit ihrer vorbildlich sanierten Altstadt. Mit ihren zahlreichen Gebäuden im Stil der Weserrenaissance (wie das Rattenfängerhaus von 1602/03 oder das Hochzeitshaus von 1610-1617), seinen wunderschönen Fachwerkhäusern und zwei mittelalterlichen Stadttürmen stellt sie ein kultur- und bauhistorisches Gesamtkunstwerk ersten Ranges dar. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Münster St. Bonifatius, dessen ältester Teil aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Die Weserstadt steht vor allem im Zeichen seiner berühmten Sagenfigur: Es werden Stadtrundgänge auf den Spuren und in Begleitung des Rattenfängers angeboten oder Besucher können im Bürgergarten das einschlägig bekannte Rattenfängerrelief bewundern. Hameln stellt somit einen eindruckvollen Schlusspunkt der erlebnisreichen Hellweg-Weser - BahnRadTour dar!